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Startschuss zur Kampagne 2010 "Mehrweg ist Klimaschutz" - Forderung nach Einführung einer zusätzlichen Abgabe auf Einweggetränkeverpackungen

Mit seinen Partnern in der Allianz für Mehrweg hat der Verband Private Brauereien Deutschland e.V. am 05.05.2010 mit einer Pressekonferenz den Startschuss für die Kampagne 2010 "Mehrweg ist Klimaschutz" gegeben. Im vierten Jahre dieser Kampagne wurde als neues Motiv der Kaiserpinguin als Symbol gewählt, der am Südpol ebenso von der Gletscherschmelze bedroht ist, wie der Eisbär auf der Nordhalbkugel.

Auf der Berliner Auftaktpressekonferenz unterstrich der geschäftsführende Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels, Günther Guder, dass Mehrweg in regionalen Wirtschaftskreisläufen weniger Transporte und damit weniger CO 2 -Emissionen verursacht. Die bisherige Umsetzung der Kampagne "Mehrweg ist Klimaschutz" in Anzeigen, Kundenmagazinen, Verkaufsaktionen und auf Fahnen, Transparenten und als Lackierung auf Fahrzeugen der Getränkehändler zeige das große Engagement und die Identifikation des Getränkehandels mit dem Klimaschutz in mehr als 5.000 Getränkefachmärkten.

Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, hob hervor, Mehrwegflaschen schonen natürliche Ressourcen, vermeiden Verpackungsmüll und tragen wesentlich zu Klima- und Umweltschutz bei. Die Allianz für Mehrweg starte mit mehr als 5.000 teilnehmenden Partnern ihre diesjährige Kampagne "Mehrweg ist Klimaschutz" und informiere Verbraucher mit Informationsbroschüren, Plakaten und Videos über die Umwelt- und klimaschonenden Eigenschaften von Mehrwegflaschen. Mit der Entscheidung für Mehrweggetränke vor allem von regionalen Abfüllern könne jeder Verbraucher an der Ladenkasse für den Klimaschutz, für eine unvermüllte Landschaft und für die Gesundheit abstimmen.
Der Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland, Roland Demleitner, forderte für die Allianz für Mehrweg zusätzlich zum Pflichtpfand die schnellstmögliche Einführung einer Lenkungsabgabe auf Einweggetränkeverpackungen, deren Erlöse in klimafreundliche Mehrwegsysteme investiert werden könnte. Er hob hervor, dass das Einwegpfand zwar zur Stabilisierung des Mehrwegsystems insbesondere im Bierbereich beigetragen habe, langfristig aber allein nicht ausreichen werde. Deshalb sei die zusätzliche Erhebung einer Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent auf ökologisch nachteilige Einweggetränkeverpackungen ein notwendiger Schritt der Mehrwegförderung, hinter dem auch die Bevölkerung stehe. Dies habe eine erst im April 2010 veröffentlichte Forsa-Umfrage noch einmal verdeutlicht.

Für den Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels hob dessen Vorsitzender Sepp Gail noch einmal die Notwendigkeit der auf den Weg gebrachten Kennzeichnungsverordnung für Einweg und Mehrweg hervor. Verbraucher würden gezielt mit irreführenden Angaben auf den Einwegflaschen verwirrt. Damit der Kunde sich für die eigentlich gewünschte Mehrwegflasche entscheiden könne, sei eine eindeutige Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg unerlässlich.

Bild

Unser Bild zeigt von links Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V., Ulrike Fokken, Sprecherin Politik & Presse der Deutschen Umwelthilfe e.V., Sepp Gail, Vorsitzender des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V. und Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland e.V.

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