Vom 20. Juni bis zum 20. Juli herrschte in allen Anbaugebieten eine trockene und heiße Witterung mit Temperaturen von teilweise über 30 C. Der abrupte Übergang von einer bis dahin kühl-feuchten Periode hatte den Hopfen zunächst insgesamt geschadet. Die ergiebigen Niederschläge seit Ende Juli waren für die Entwicklung aber positiv, obwohl es aktuell für diese Jahreszeit zu kühl ist. Im Anbaugebiet Tettnang fiel der Regen in den letzten beiden Wochen weit überdurchschnittlich aus.
Der Wachstumsstand ist im Vergleich zu Normaljahren noch deutlich zurück. Mit Ausnahme der ganz frühen Sorten befinden sich noch alle anderen Sorten im Übergang von der Blühphase in die Ausdoldung. Rückschlüsse auf die Erntemengen können aber aktuell nicht gezogen werden.
Mit einem etwas späteren Erntetermin muss gerechnet werden. Bei der Bestandsentwicklung zeigt sich in der Hallertau ein Nord-Süd- Gefälle, d.h. im Bereich des letztjährigen Hagelgebietes sind die Hopfen insgesamt etwas schwächer und uneinheitlicher. Die in diesem Jahr vom Hagel geschädigten Hopfen haben sich besser erholt als ursprünglich erwartet.
Die Bestände zeigen sich aktuell gesund, nachdem die Krankheitsprobleme des Frühjahrs überwunden werden konnten.
QUELLE: HVG Hop News August 2010