Der Winter 2009/2010 kann in allen dt. Hopfenanbaugebieten als insgesamt normal bezeichnet werden. Nichtsdestotrotz gibt es Unterschiede zwischen den Regionen.
Hallertau
Die negativen Auswirkungen des extremen Hagelschlages im Mai 2009 auf die Hopfenentwicklung 2010 halten sich bisher sehr in Grenzen. Auf grob geschätzten 5% der Hagelfläche müssen verstärkt Nachpflanzungen gemacht werden. Am stärksten betroffen von den Nachpflanzungen sind vor allem diejenigen Hopfenbestände, die 2009 neu eingelegt wurden (v. a. Herkules).
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Hopfen in diesem Gebiet weiterentwickeln. Derzeit sind keine relevanten Gesamtauswirkungen zu erwarten. Im Übrigen ist die Entwicklung der Hopfen vollkommen normal. Das Hopfenschneiden konnte zeitgerecht erledigt werden. Es gibt aktuell keinerlei Probleme mit Krankheiten und Schädlingen, weil die in Einzelfällen notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen bereits durchgeführt wurden.
Tettnang
Negative Auswirkungen des letztjährigen Hagelschlages auf die Hopfenstöcke waren beim Schneiden nicht zu erkennen. Die Frostperioden im Winter haben die Bodenstruktur positiv beeinflusst und das Schädlingspotential dezimiert. Die bis in den März reichende Winterphase hat das Hopfenschneiden etwas verzögert. In diesen Tagen wird aber auch bei der Sorte Tettnanger das Schneiden abgeschlossen werden.
Elbe-Saale
Der Winter brachte reichliche Niederschläge und niedrige Temperaturen mit zum Teil starken Frösten. Die Hopfenstöcke haben gut überwintert mit Ausnahme staunasser Lagen bei der Sorte Herkules. Die Frühjahrsarbeiten wurden alle zeitgerecht erledigt.
Quelle: HVG Hop News, 14. April 2010