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Braugerste gerät unter Druck

Trotz einer aus Sicht der Brauereien derzeit eher entspannten Situation auf dem Braugerstenmarkt, machen aktuelle Entwicklungen auf dem Agrarsektor deutlich, dass die Braugerste für die Ernten 2010 und 2011 weiter zunehmend unter Druck gerät. Der sinkende Weltbierausstoss hat Auswirkungen auf die Malznachfrage, daher besteht nach einer sehr guten Ernte 2009 derzeit ein erhebliches Überangebot an Braugerste. Mit diesem Überangebot geht ein drastischer Preisverfall einher, daher erzielen die Erzeuger unbefriedigende Erlöse und suchen nach Anbaualternativen:

  • Biogas ist eine lukrative Alternative für die Landwirte, Biogas durch die konstante Stromvergütung besonders rentabel. Die Zahl der Biogasanlagen wird im Jahr 2010 um 600 auf deutlich über 5.000 Anlagen steigen.
  • Die Ethanolerzeugung aus Getreide hat sich in den vergangenen 5 Jahren weltweit etwa verdreifacht
  • Zukünftige Energiekonzepte (aktuell: Landesregierung Hessen) setzen zunehmend auf die Getreideverbrennung

Da auch die Intervention für Gerste ab der Ernte 2010 wieder wegfallen wird, werden die dramatischen Flächenverluste bei Sommergerste weitergehen, für 2010 wird laut Prognosen ein EU-weiter Rückgang um 10-20 % erwartet.

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