Die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung, Mechthild Dyckmans MdB, hat den Drogen- und Suchtbericht 2012
vorgelegt.
Die offizielle Pressemitteilung vom
22.05.2012 zur Vorstellung des Berichts ist dieser Brauer-Rundschau als
Anlage
beigefügt. Der 168 Seiten lange Originalbericht kann unter der Homepage der
Drogenbeauftragten der Bundesregierung
www.drogenbeauftragte.de
downgeloaded werden.
Die Drogenbeauftragte der
Bundesregierung hat bei ihrer Bewertung des Drogen- und Suchtberichts 2012
hervorgehoben, dass sowohl der Tabak- als auch der Alkoholkonsum Jugendlicher
im Jahr 2001 rückläufig war. So sank der regelmäßige Alkoholkonsum Jugendlicher
von 17,9 % im Jahr 2010 auf 14,2 % im Jahr 2011.
Immer noch weit verbreitet sei
hingegen, so die Drogenbeauftragte, das Rauschtrinken bei älteren Jugendlichen
und jungen Erwachsenen. Besonders negativ ist in diesem Zusammenhang, dass die
alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen weiter gestiegen sind. Auch der
regelmäßige Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen (18 – 25 Jahre) blieb
unverändert hoch und lag 2001 wie 2011 bei knapp 40 %.
In der Gesamtübersicht gibt der
Drogen- und Suchtbericht 2012 die Zahl der Deutschen, die Alkohol in
gesundheitlich riskanter Form trinken würden, mit etwa 9,5 Mio. an. Etwa 1,3
Mio. gelten als alkoholabhängig. Jährlich würden über 73.000 Menschen an den
Folgen ihres Alkoholmißbrauchs sterben, wobei die Tendenz gegenüber den
Vorjahren leicht rückläufig sei. Deutschland liege im internationalen Vergleich
dennoch unverändert im oberen Drittel der Statistik. Die volkswirtschaftlichen
Kosten durch Alkohol würden laut Jahrbuch Sucht der deutschen Hauptstelle für
Suchtfragen (DHS) jährlich 26,7 Milliarden Euro betragen.
In der Bewertung
suchtstoffspezifischer Regelungen geht die Drogenbeauftragte von einer
positiven Bilanz des seit 01.09.2011 geltenden Alkoholkonsumverbots in
Fahrzeugen und an Haltestellen des Hamburger Verkehrsverbundes aus. Auch die
Erfahrungen mit dem Einsatz Jugendlicher als Testkäufer zur Überprüfung der
Vorschriften des Jugendschutzgesetzes im Handel, wie sie Baden-Württemberg
durchgeführt hat, werden als erfolgreich bewertet.
In ihrer Strategie setzt die
Drogenbeauftragte der Bundesregierung künftig unverändert auf präventive
Maßnahmen, die gezielt auf Risikogruppen ausgerichtet werden. Dabei liege der
Schwerpunkt im Jahr 2012 auf dem Bereich der Computerspiel- und Internetsucht,
die stark zunehme.
Dieser Ansatz der Drogenbeauftragten
ist weiterhin zu begrüßen.
RLD/LM