Die Wirtschaftsminister der Bundesländer haben sich auf ihrer letzten Konferenz im schleswig-holsteinischen Plön gegen die Einführung der geplanten Hygiene-Ampel für Restaurants ausgesprochen. Wie der Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU), unterstrich, hätte eine solche Ampel lediglich eine Pranger-Wirkung für Gastwirte und würde zur Durchsetzung des Verbraucherschutzes nichts beitragen. Hingegen haben sich bekanntlich die Verbraucherschutzminister der Bundesländer für die Einführung einer Hygiene-Ampel in der Gastronomie ausgesprochen. Sie wollen, dass im Eingangsbereich von gastronomischen Objekten die Ergebnisse von deren letzten Hygiene-Untersuchungen ausgehängt werden, wobei eine Ampel-Kennzeichnung zum Tragen kommen soll: Grün würde demnach für Sauberkeit stehen, Gelb und Rot für Beanstandungen oder erhebliche Beanstandungen. Die Verbände der Lebensmittelwirtschaft lehnen die Pläne für eine Ampel-Kennzeichnung geschlossen ab, da sie diskriminierend wirken, nur eine Momentaufnahme darstellen und ihr tatsächlicher Informationsgehalt für den Verbraucher somit gering ist. RLD/LM