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Regierungskoalition diskutiert über Wegfahrsperren für Alkoholsünder

In den Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP gibt es derzeit Diskussionen über eine mögliche Einführung sogenannter „Alkolocks“ (Wegfahrsperren) in Personenkraftwagen. Bundeverkehrsminister Peter Ramsauer soll den Einsatz derartiger Geräte prüfen, die den Motor eines Fahrzeuges, das von einem alkoholisierten Fahrer gesteuert wird, nicht anspringen lassen. Die Regierungskoalition will so Alkoholsünder im Straßenverkehr zur Vernunft bringen, die wegen Trunkenheit am Steuer wiederholt aufgefallen sind. Diskutiert wird, für solche Personen die Zeit eines Führerscheinentzugs zu verkürzen oder Punkte in Flensburg zügiger abzubauen, wenn sich die Betroffenen einen Alkolock freiwillig in ihren Wagen einbauen lassen. An eine obligatorische Ausrüstung aller Kraftfahrzeuge oder eine Pflicht zum Einbau eines Alkolocks nur für bestimmte Personengruppen wie Berufskraftfahrer ist indessen derzeit nicht gedacht.

Ein Alkolock sieht einem Navigationsgerät ähnlich, verfügt allerdings über ein Mundstück. Der Motor des Fahrzeugs, in das das Gerät eingebaut ist, startet erst, wenn der Fahrer gepustet hat und von dem Gerät als fahrtüchtig eingestuft wurde. Derartige Wegfahrsperren sind bereits in Skandinavien im Einsatz bzw. in der Erprobung.  RLD/LM

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