Verband Privater Brauereien Deutschlands
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17.06.2016

Aktion „Mehrweg ist Klimaschutz“ 2016 gestartet - Verband Private Brauereien Deutschland fordert feste Mehrwegquote im Wertstoffgesetz

Die Allianz für Mehrweg, bestehend aus der Deutschen Umwelthilfe e.V., der Stiftung Initiative Mehrweg, dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., dem Verband des Deutschen Getränkeeinzelhandels e.V. und dem Verband Private Brauereien Deutschland e.V., hat mit einer Auftaktpressekonferenz in Berlin die Initiative „Mehrweg ist Klimaschutz“ 2016 gestartet. Erstmals wird die Aktion mit ihrer Zielsetzung, Verbraucher beim Einkauf bewußt zum Griff zur umweltfreundlichen Mehrwegflasche zu führen, auch von dem Verbraucherzentrale Bundesverband und der Gewerkschaft NGG unterstützt. An der Informationskampagne beteiligen sich deutschlandweit insgesamt mehr als 5.000 Getränkehändler.

Auf der Auftaktpressekonferenz in Berlin unterstrich die Allianz für Mehrweg noch einmal, dass Mehrwegflaschen das Klima entlasten, natürliche Ressourcen schonen und Verpackungsmüll vermeiden. Deutschland verfüge unverändert über das größte und vielfältigste Mehrwegsystem der Welt, das durch die Entscheidung von Coca Cola, einige Mehrweggebinde künftig nicht mehr anzubieten und durch Einweg zu ersetzen, sowie durch falsche Versprechen von Einweg-Discountern wie Lidl gefährdet sei. Die Politik sei daher gefordert, weitere Maßnahmen zur Stabilisierung und Förderung der umweltfreundlichen Getränkemehrwegsysteme zu ergreifen.

Als erste Schritte notwendig seien in diesem Zusammenhang, so die Allianz für Mehrweg, die Einführung einer klaren gesetzlichen Kennzeichnungsregelung für Getränkeverpackungen und die Festlegung einer verbindlichen Mehrwegquote im Wertstoffgesetz. So könne rund die Hälfte aller Verbraucher Mehrweg– nicht von Einweggetränkeverpackungen unterscheiden. Nur wenn Verbraucher wissen, was sie kaufen, können sie auch eine selbstbestimmte Entscheidung am Verkaufsregal treffen.

Scharfe Kritik übte die Allianz für Mehrweg an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die sich zwar einerseits auf der internationalen Bühne pressewirksam für das Thema Klimaschutz stark mache, andererseits aber die bisher in der Verpackungsverordnung festgelegte Quote von 80 % ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen im aktuellen Entwurf des künftigen Wertstoffgesetzes ersatzlos gestrichen habe. Dies sei ein Kniefall vor der Einwegindustrie und Discountern wie Lidl oder Aldi, die ausschließ auf Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen setzen, unterstrich die Allianz für Mehrweg, die die Bundesumweltministerin aufforderte, auch im kommenden Wertstoffgesetz eine Mehrwegquote von 80 % verbindlich festzulegen.

Unser Bild zeigt das diesjährige Kampagnenmotiv der Initiative „Mehrweg ist Klimaschutz“ sowie die Teilnehmer der Auftaktpressekonferenz (v.l. Sepp Gail, Präsident des Verbandes des Deutschen Getränkeeinzelhandels, Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels, Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland, Claus-Harald Güster, Gewerkschaft NGG, und Clemens Stroetmann, Geschäftsführer Stiftung Initiative Mehrweg).

Mehrweg ist Klimaschutz 2016

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Die Materialien zur Kampagne 2016 „Mehrweg ist Klimaschutz“ können als Druckvorlagen wieder auf der Homepage der Deutschen Umwelthilfe unter www.duh.de/5435.html kostenlos downgeloaded werden. Zur Verfügung stehen Plakate und ein Informationsflyer. Auf Anfrage stellt die Deutsche Umwelthilfe Flyerpakete bis zu 100 Stück nach Vorrat auch kostenlos zur Verfügung.